Riedel und Klappstein: Unser Pflegedienst in der Presse

Zeitungsartikel über unseren häuslichen Pflegedienst im Wendland
Wir bieten mehr als nur häusliche Krankenpflege: diese Artikel aus den Zeitungen im Wendland spiegeln auch unser Engagement in den Bereichen Altenpflege, Intensivpflege zuhause, Betreuung von Krebspatienten und "Betreutes Wohnen" im eigenen Zuhause wider.

"Innovation und Nachhaltigkeit"
"Hilfe annehmen"
"Tagesstätte für Senioren: Sommerfest gefeiert"
"Möglichst lange selbständig"
"Tagsüber betreut in der Seniorentagesstätte"
"Die Pflegekasse zahlt dazu"
"Tagsüber betreut, abends zu Hause"
Anzeigen in der Elbe-Jeetzel-Zeitung
"Seniorentagespflege - gemeinsam den Alltag genießen"
"Zertifikate als Pflegekräfte in der Onkologie - Fortbildung für qualifizierte Pflege"
"Diagnose Krebs"
"Mehr als häusliche Krankenpflege"
"Wir geben Wissen und Erfahrung weiter"
"Ambulanter Pflegedienst erweitert sein Leistungsangebot"
"10 Jahre Riedel und Klappstein"
"Intensivstation im eigenen Haus: neue Richtung der ambulanten Pflege"

Innovation und Nachhaltigkeit
Zweites Designcamp der Grünen Werkstatt Wendland mit 15 Teilnehmenden aus fünf Kunsthochschulen

EJZ, 13.09.2013

by Kukate. Sie studieren an den Kunsthochschulen in Bremen, Berlin-Weißensee, Halle, Hamburg und Hildesheim, haben ihren Master-Abschluss noch vor sich oder gerade gemacht. Und nun sind die 15 Nachwuchs-Designerinnen und -Designer für zwei Wochen im Landkreis, um sich auf dem Design-Camp der Grünen Werkstatt Wendland mit Fragen zu beschäftigen, auf die hiesige Unternehmen, Initiativen und Organisationen bislang keine Antwort gefunden haben.

Zum zweiten Mal findet dieses Designcamp auf dem Werkhof Kukate statt - und es gab mehr Bewerbungen als Plätze, was die Initiatoren von der Grünen Werkstatt Wendland freut. Das ist eine Initiative von Künstlern, Unternehmen und Kaufleuten, die das Wendland als lebendigen, kreativen und ökologisch wertvollen Raum zum Leben und Arbeiten erhalten und weiterentwickeln wollen.

"Innovation und Nachhaltigkeit" ist das Leitmotto dieses Camps, das auch die Interessen der Teilnehmenden trifft. Die haben im Studium oder auch zum Teil parallel als freischaffende Designer alternative Verpackungen für einen Supermarkt, LED-Leuchten, Quartettspiele, um das eigene Stadtviertel kennenzulernen, oder einen Einkaufstrolley entworfen, mit dem man auch Getränkekisten transportieren kann. Sie gestalteten Museumsausstellungen und Werbekampagnen, waren in Stadtentwicklungsprojekte eingespannt oder designten Küchengeräte oder Elektroboote.

Die Camp-Teilnehmer, so Nicole Servatius, Projektassistentin der Grünen Werkstatt, seien begierig, für "wirkliche Projekte" Lösungen zu finden. Aus den vielen Fragestellungen der Firmen standen für die Nachwuchs-Designer 21 zur Wahl: Das Spektrum reicht dabei von klassischen Designthemen wie der Entwicklung von Produkten über konzeptionelle Fragestellungen und Service-Design und der Konstruktion von Apparaten und Maschinen.

So sucht die Firma Dreyer & Bosse nach einer gestalterischen Alternative zu den Überseecontainern, in die Blockheizkraftwerke bislang üblicherweise installiert werden. Voelkel möchte die Einheitspfandkisten mit seinen Saftflaschen originell hervorgehoben wissen. Werkhaus sucht neue Produkte für den Außenbereich, der Baumarkt Schütte ein alternatives und innovatives Informations- und Leitsystem. Huth & Fricke sucht nach Konzepten, um Lüchow als Einkaufsstadt attraktiv zu gestalten und den Kunden das Verantwortungsbewußtsein der Einzelhändler zu vermitteln. Welche motivierenden Produkte können demotivierte Jugendliche anspornen, fragt die Jugendwerkstatt Küsten. Die Tischlerei Lappe sucht nach einem Business-Modell für eine "Academy-Collection", bei der Entwürfe der Studierenden zusammen mit lokalen Betrieben im Wendland realisiert und unter seiner Dachmarke lokal und überregional angeboten werden. Und die Seniorentagespflege Riedel und Klappstein fragt, warum Seniorentagesstätten in der Stadt sehr gut und auf dem Land nur schwer funktionieren und welche Konzepte für die Tabuthemen Demenz und Pflege im Alter ein neues Bewusstsein schaffen. Die Biosphärenreservatsverwaltung schließlich möchte wissen, mit welchen Konzepten und Strategien ein Umdenken im Umgang mit der Natur erreicht werden kann.

Die Entwurfs- und Entwicklungsworkshops werden von drei erfahrenen Designern geleitet, die die einzelnen Themen betreuen und zusätzliches Fachwissen einbringen. Bis zum 22. September haben die Design-Camp-Teilnehmer Zeit, ihre Vorschläge zu entwickeln, die dann von 10 bis 16 Uhr öffentlich präsentiert und von einer externen Jury prämiert werden.

Hilfe annehmen
Tag der offenen Tür in der Seniorentagespflege am 6. September

Kiebitz, 06.09.2013

mh Dannenberg. 2010 erhielt ihr Mann die Diagnose Alzheimer. "Das bedeutete, dass ich zunehmend die Verantwortung über sein nicht vorhersehbares Tun und Lassen übernehmen musste. 24 STunden am Tag, sieben Tage die Woche", erzählt Frederun Waldo von den Belastungen als pflegende Angehörige. Doch nun sitzt sie entspannt bei einer Tasse Cappucino am markplatz, denn der Ehemann Hans-Joachim (70) wird an drei Tagen pro Woche in der Seniorentagespflege betreut. "Das Loslassen war ein schwerer Schritt, eine emotionale Achterbahn", beschreibt sie die Entscheidungsphase. "Wir waren gemeinsam einen Schnuppertag lang da und wurden positiv überrascht. Mein Mann ist in die Gemeinschaft aufgenommen, wird rundum betreut und die gute Atmosphäre hat mich überzeugt." Anfangs habe ihr Mann immer wieder nach ihr gefragt, aber inzwischen habe er sich eingefühlt und sei "recht zufrieden".

Wichtig sei ihr gewesen, "einen guten Übergang zu schaffen". Sie habe in den ersten Wochen nur einen Tag vereinbart, ihn selbst gebracht und wieder abgeholt. Inzwischen nimmt das Ehepaar auch den Fahrdienst in Anspruch. An ihren freien Tagen könne sie Kraft schöpfen, lesen, ohne Eile einkaufen oder unbeschwert mit Freunden plaudern. Nach diesen Erfahrungen würde sie gern allen pflegenden Angehörigen raten: "Nehmt diese Hilfe an, ehe die eigene Kraft schwindet. Denn dann ist die Pflege zu Hause nicht mehr möglich."

Es sei ein guter Rat, bestätigt Helma Riedel als Miteignerin der Seniorentagespflege Riedel ä Klappstein in Dannenberg. "Immer wieder rufen pflegende Angehörige an, die am Ende ihrer Kräfte sind. Sie sind überrascht, dass die Pflegekassen je nach Pflegestufe die Kosten für die Betreuung übernehmen." Sie möchte viel mehr Menschen darüber aufklären und lädt deshalb zum "Tag der offenen Tür" am 6. September ein. Es ist der "Gesundheitstag" im Rahmen der "City-Offensive Dannenberg". Senioren und pflegende Angehörige werden auch zu den Öffnungszeiten der Seniorentagesstätte Riedel & Klappstein, Mühlentor 8 (montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr) beraten. Ein Termin für den Schnuppertag kann unter der Telefonnummer (05861) 806 92 77 vereinbart werden.

Tagesstätte für Senioren: Sommerfest gefeiert

General-Anzeiger 01.09.2013

Dannenberg (inf/bv). Am Samstagnachmittag konnten die Mitarbeiterinnen der Tagesstätte für Senioren in Dannenberg bei strahlendem Sonnenschein etwa 70 Gäste begrüßen, die einer Einladung zum Sommerfest gefolgt waren.

Stolz haben einige der Tagesgäste "ihre" Tagesstätte gezeigt. Bei einer Tombola ging niemand leer aus.

In entspannter Atmosphäre und bei strahlendem Sonnenschein wurde gemütlich bei Kaffee und Kuchen miteinander geklönt. "Seit mein Mann zweimal die Woche die Tagesstätte besucht, geht es uns beiden viel besser", berichtet eine pflegende Angehörige aus Hitzacker. Ihr Mann ist seit Jahren dement. Am Anfang sei es ihr schwer gefallen, ihren Mann in andere Hände zu geben, aber er ginge gerne in die Tagesstätte und sie könne die freie Zeit genießen, um auch mal unbelastet Besorgungen zu machen. Sie ist ins Gespräch gekommen mit anderen betroffenen Frauen und man hat sich verabredet, denn wer selber betroffen ist, kann die vielen Nöte des Alltags im Leben mit einem an Demenz erkrankten Menschen viel besser verstehen.

Als dann die Lieder gemeinsam gesungen wurden, die auch im Alltag der Tagesstätte den gemeinsamen Tag ausklingen lassen, ging ein schönes Fest zu Ende.

Möglichst lange selbständig
Wie man in Seniorentagesstätten dabei hilft und Angehörige entlastet

Elbe-Jeetzel Zeitung 31.07.2013

mh. Dannenberg / Wustrow. Nach dem gemeinsamen Frühstück wird die Elbe-Jeetzel-Zeitung vorgelesen und lebhaft über die Tagesereignisse geplaudert. "Da fließen immer wieder persönliche Erlebnisse ein", erzählt Günther Thieße, Pflegefachkraft in der Seniorentagesstätte "Riedel & Klappstein" in Dannenberg. Die betagten Frauen und Männer in der Runde genießen die Gemeinschaft in der teilstationären Einrichtung, denn einige leben allein und wollen nicht vereinsamen, andere sind pflegebedürftig und werden zu Hause von Angehörigen betreut.

An den Wänden im Ess-, Gemeinschafts- und Ruheraum ist in großen Buchstaben der Tagesablauf zu lesen. "Die Tagesstruktur gibt den Seniorinnen und Senioren Sicherheit, aber auch individuelle Wünsche werden erfüllt", erklärt Helma Riedel als Miteignerin der Einrichtung. Wichtig seien das gemeinsame Essen und das Kaffeetrinken, das Plaudern beim Basteln und Spielen. Wer möchte, kann sich zurückziehen, fernsehen, am Gedächtnistraining oder an der sanften Gymnastik teilnehmen.

Auch das schätzen sowohl die Tagesgäste als auch die Angehörigen: Sie können vom Fachwissen der Pflegekräfte profitieren. "Wir geben gern individuelle Ratschläge, wie man rückenschonend pflegt oder Hilfsmittel nutzt, um möglichst lange die Selbständigkeit zu erhalten", erklärt Thieße. Das kommt dem Wunsch der Senioren entgegen, solange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu leben. Deshalb wird laut Pflegegesetz die Betreuung in Seniorentagesstätten nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit finanziell unterstützt.

Für Andrea Heilemann, Mitarbeiterin im Seniorenservicebüro des Landkreises, ist dies ein Grund mehr, die aktivierende Betreuung in teilstationären Einrichtungen "als gute Lösung" zu sehen: "Sie bieten anregungen für Senioren und entlasten pflegende Angehörige." Heilemann empfiehlt, mit viel Fingerspitzengefühl die Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt zu treffen. "Senioren sollten nicht das Gefühl haben, abgeschoben zu werden, und Andgehörige sollten kein schlechtes Gewissen haben. " Ein guter Mittelweg wäre, eine Einrichtung ein- bis zweimal die Woche zu nutzen. Aus vielen Gesprächen weiß Heilemann, wieviel Kraft Pflege kosten kann. "Angehörige sollten auf sich achten. Sie brauchen solche Tage für sich, um Energie zu schöpfen."

Wann ist der richtige Zeitpunkt, und wer hilft bei der Entscheidung? "Wir beraten ausführlich sowohl Senioren als auch Angehörige", erklären Helma Riedel für die Dannenberger Einrichtung und Adelheid Sack von der "Medipflege 24", die eine Tagesstätte in Wustrow betreibt. Sowohl in Dannenberg als auch in Wustrow werden Probetage, Abhol- und Bringdienste angeboten. "Neue Tagesgäste fragen anfangs immer wieder ängstlich: Werde ich auch abgeholt", weiß Adelheid Sack. Deshalb sei "ein vorbereitendes Gespräch zu Hause, gern auch in meinem Beisein," so wichtig. Sie empfiehlt zudem Familienmitgliedern, ihre Angehörigen in den ersten Tagen selbst zu bringen und sie vielleicht vorzeitig wieder abzuholen. Auch ein begleitender Aufenthalt in der Seniorentagesstätte sei anfangs hilfreich. Meist gelinge die Eingewöhnung und es gebe Tagesgäste, die von ihrem "Verwöhntag" sprechen.

Tagsüber betreut, abends zu Hause

Bürgerbroschüre "Bei uns in der Elbtalaue" 2013

Senioren wünschen sich laut Umfragen, so lange wie möglich in den vertrauten vier Wänden zu leben. Das ist auch das Ziel der Regelungen im Rahmen der Pflegeversicherung. Eine gute Möglichkeit für ältere Menschen ist es, regelmäßig Gast in einer Seniorentagesstätte zu sein, deren Kosten die Pflegeversicherung je nach Pflegestufe teilweise oder sogar ganz übernimmt.

"Die Gäste werden bei uns tagsüber betreut und umsorgt, erleben Gemeinschaft und sind abends wieder zu Hause", erklärt Manuela Klappstein, Leiterin der Dannenberger "Seniorentagespflege Riedel & Klappstein", die Vorteile. Auch pflegende Angehörige würden entlastet werden, denn das achtköpfige professionelle Team übernimmt die Pflege, es wird gemeinsam gegessen, gespielt und wer möchte, kann an Bastel-, Gesprächs- oder Vorleserunden teilnehmen. Begleitete Spaziergänge stehen im Programm; Physio- und Ergotherapeuten kommen bei Bedarf in die ambulante Einrichtung.

Auf Wunsch werden die Gäste von zu Hause abgeholt und am späten Nachmittag zurückgebracht. "Die Gäste wählen selbst, an welchen Wochentagen sie zu uns kommen", macht Manuela Klappstein aufmerksam. Einige seien täglich Gast, andere an ein oder zwei Tagen.

Die Seniorentagespflege Riedel & Klappstein, Mühlentor 8b, ist montags bis freitags von 8.oo bis 16.oo offen. Ein Termin zur individuellen Beratung und für einen Probetag wird unter der Telefonnummer 05861/8069277 vereinbart.

Die Pflegekasse zahlt dazu

Kiebitz vom 31.10.2012

mh. Dannenberg. "Wir freuen uns auf pflegende Angehörige, Seniorinnen und Senioren", lädt Manuela Klappstein am Kartoffelsonntag zum "Tag der offenen Tür" in die Dannenberger Seniorentagespflege ein. Die Leiterin der ambulanten Pflegeinstitution hat eine wichtige Botschaft. "Viele wissen gar nicht, dass die Pflegekasse alle oder einen Teil der Kosten übernimmt." Es käme auf die Pflegestufe an und darauf, an wie vielen Tagen sich die Gäste betreuen lassen. Denn es sei von den Kassen erwünscht, dass Senioren so lange, wie sie mögen und können, in ihren eigenen vier Wänden wohnen bleiben. Klappstein:"Die Tagespflege ist eine gute Lösung und entlastet zudem pflegende Angehörige."

Am "Tag der offenen Tür" werden die Gäste durch die Aktivitäts- und Ruheräume geführt, sie werden über den Tagesablauf mit gemeinsamem Frühstück, Mittagessen und Kaffeetrinken informiert. Und sie lernen die Pflegekräfte kennen, die mit Spielen, Gymnastik und Spaziergängen den Tag gestalten. Bei Kaffee und Kuchen werden ganz individuell die Leistungen der Pflegekassen berechnet. "Aber wir vereinbaren auch gern Termine für die Beratung und laden zu einem Probetag ein", fügt Manuela Klappstein an.

Von 12 bis 17 Uhr ist am Kartoffelsonntag die Seniorentagespflege, Mühlentor 8b, geöffnet. Mehr Infos sind im Internet unter www.riedel-klappstein.de veröffentlicht, Termine können unter 05861/8069277 vereinbart werden.

Tagsüber betreut, abends zu Hause

Kiebitz vom 26.09.2012

mh. Dannenberg. Ingrid Hesse ist seit einem Jahr täglich Gast in der Seniorentagespflege. "Meine Freu ist viel mobiler, sie fängt wieder an zu sprechen und nimmt am Familienleben teil", ist ihr Ehemann erfreut über die Genesungsfortschritte nach der Diagnose Gehirnaneurysma vor vier Jahren. Nach dem Klinikaufenthalt lebte Ingrid Hesse in einem Pflegeheim nahe Lüneburg. Als vor genau einem Jahr die Seniorentagespflege Riedel & Klappstein eröffnet wurde, sah die Familie die Chance, die Ehefrau und Mutter nach Hause zu holen. Mit dem Besuch der Einrichtung lassen sich für pflegende Angehörige die Fürsorge mit beruflichen Verpflichtungen und privaten Interessen vereinbaren. Und das ohne große Belastung für den Haushaltsetat, denn die Pflegekasse übernimmt einen Großteil der Kosten.

"Die Tagespflege entlastet pflegende Angehörige und ist eine gute Lösung für alleinstehende Seniorinnen und Senioren, die in ihrer Wohnung bleiben möchten, aber mit dem Alltag nicht mehr gut zurecht kommen", erklärt Manuela Klappstein, die die Seniorentagespflege in der Jeetzelstadt leitet. Bis zu 15 Menschen werdem vom achtköpfigen Team montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr betreut. "Zum Auftakt gibt es ein gemeinsames Frühstück, wer möchte, kann mit uns singen, basteln, spielen, im Ruheraum die Zeitung lesen oder einen Film sehen. Wir essen zusammen und trinken zum Abschluss Kaffee", beschreibt sie kurz den gut strukturierten Tagesablauf. Auch begleitete Spaziergänge stehen auf dem Programm, Physio- und Ergotherapeuten kommen bei Bedarf ins Haus. Aber das Wichtigste, so Klappstein, ist die Gemeinsamkeit. Das schätzt auch der Mann von Ingrid Hesse: "Meine Frau ist gut umsorgt und sie wird gefordert. Das hat sie freier gemacht. Sie geht wieder auf Menschen zu".

"Die Gäste wählen selbst, an welchen Tagen sie zu uns kommen", macht Manuela Klappstein aufmerksam. Sie bedauert, daß Betroffene oft nicht wissen, "daß je nach Pflegestufe die Kosten ganz oder teilweise übernommen werden, ohne daß Abstriche vom Pflegegeld gemacht werden". Denn es sei Ziel der Sozialpolitik, Senioren so lang wie möglich und gewünscht das Leben in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen.

Die Seniorentagespflege Riedel & Klappstein, Mühlentor 8b, in Dannenberg ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr offen. Ein Termin zur individuellen Beratung und für einen Probetag kann unter 05861/8069277 vereinbart werden.

Wohnungsnahe Tagesbetreuung wird auch in Wustrow und Dömitz angeboten. In der Fehlstadt hat die "Medipflege" in der Schmiedestraße 1 (05843/986793) 10 Plätze. Das Haus ist montags bis freitags von 1 bis 17 Uhr geöffnet. Das DRK ist Träger des "Hauses zur Elbbrücke" in Dömitz, Ludwigsluster Straße 22/23, mit 20 Plätzen für die Tagespflege (038758/35909). Die Gäste werden dort montags bis freitags von 8 bis 16.30 Uhr betreut.

Frau H. ist dement. Sie wird tagsüber in der Senioren-Tagesstätte des Pflegedienstes Riedel und Klappstein in Dannenberg betreut.
Seniorentagespflege in Dannenberg: die eigene Tagesstätte der häslichen Krankenpflege Riedel und Klappstein im Wendland
Nach einem Schlaganfall wird Herr D. in der Seniorentagespflege von Riedel und Klappstein in Dannenberg tagsüber versorgt.
Seniorentagespflege in der eigenen Tagesstätte durch die häusliche Krankenpflege Riedel und Klappstein in Lüchow - Dannenberg entlastet Angehörige und schafft Kontakte.

Gemeinsam den Alltag genießen - "Seniorentagespflege" in Dannenberg eröffnet

Elbe-Jeetzel-Zeitung vom 30.11.2011

mh. Dannenberg. Eifrig schneidet ein betagter Herr Äpfel klein, seine Nachbarin rührt den Teig. Pfleger Günther Thiesse gibt Hilfestellung bei der gemeinsamen Zubereitung des Kuchens, der zum Nachmittagskaffee serviert wird. Es ist eine entspannte und heitere Atmosphäre in der "Seniorentagespflege Riedel & Klappstein", die vor kurzem im Haus Mühlentor 8b in Dannenberg eröffnet wurde.

"Wir bieten unseren Gästen einen gut strukturierten Tagesablauf mit Mahlzeiten, kurzweiligen Aktivitäten und Angeboten, die die Gesundheit fördern. Unsere Pflegefachkräfte übernehmen die medizinische und hygienische Pflege", beschreibt Leiterin Manuela Klappstein kurz die Angebote der teilstationären Einrichtung.

Mit der "Seniorentagespflege" wird das Pflegenetz für Seniorinnen, Senioren und Pflegebedürftige dichter, die trotz körperlicher Beeinträchtigung in ihrem eigenen Zuhause leben wollen. Ganz nach Wunsch können die Gäste lesen, an gemeinsamen Spielen und am Gedächtnistraining teilnehmen oder sich in den Ruheraum zurückziehen. Bei Bedarf kommen Physio- und Ergotherapeuten ins Haus.

Die "Seniorentagespflege" bedeutet auch Entlastung für pflegende Angehörige, die ihre Liebsten in guter Obhut wissen wollen und selbst Freiräume für berufliche Aufgaben oder lang vermisste Aktivitäten bekommen. "Meine Frau war in einer stationären Pflegeeinrichtung. Nun konnten wir sie nach Hause holen und haben wieder ein Familienleben", freut sich Paul Hesse, dessen pflegebedürftige Frau Gast der "Seniorentagespflege" ist.

Die Senioren oder deren Angeöhrige entscheiden selbst, an welchen Tagen sie die Einrichtung nutzen. "Die Pflegekasse zahlt für pflegebedingte Leistungen bis zu 50 Prozent zusätzlich zu den bisher genehmigten Leistungen. Bei Pflegestufe 1 kann die Tagespflege einen Tag, bei Stufe II zwei Tage und bei Stufe III drei Tage pro Woche besucht werden, ohne dass für die Pflege und Betreuung zugezahlt werden muss", erklärt dazu Helma Riedel, die zur ausführlichen persönlichen Beratung und zu einem Probetag einlädt.

Die "Seniorentagespflege" ist montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr geöffnet und telefonisch unter den Nummern (0 58 61) 8 06 92 77 oder (0 58 61) 88 66 zu erreichen. Weitere Informationen gibt es auch unter www.riedel-klappstein.de

Zertifikate als Pflegekräfte in der Onkologie - Fortbildung für qualifizierte Pflege

Generalanzeiger vom 12.3.2006
Qualifizierte Beratung, Unterstützung und Pflege von Krebspatienten durch die häusliche Krankenpflege Riedel und Klappstein in Lüchow - Dannenberg - Hitzacker

Mit Blumensträußen gratulierte vor kurzem Helma Riedel ihren Mitarbeiterinnen Kim Freckmann, Dörte Miehe und Barbara Scheppmann zur Anerkennung als „Pflegefachkraft in der Onkologie“. Die drei Mitarbeiterinnen des Dannenberger Unternehmens „Häusliche Krankenpflege Riedel & Klappstein“ haben sich an der „Pflege-Akademie“ in Salzgitter für die Betreuung von an Krebs erkrankten Patienten qualifiziert. In einer kleinen Feierstunde wies Helma Riedel darauf hin, dass „unsere Patienten von Fortschritten in der medizinischen Pflege nur dann profitieren können, wenn wir unsere Fachkräfte ständig weiterbilden“.

Schwerpunkte der einjährigen, berufsbegleitenden Ausbildung waren die verschiedenen Krebsformen und deren Behandlung, die moderne Schmerztherapie, Vor- und Nachsorge bei Chemotherapien bis hin zur künstlichen Ernährung. „Sehr viel Wert wurde auch darauf gelegt, dass wir Patienten und deren Angehörige gut beraten und unterstützen“, erklärte Dörte Miehe. „Denn Patienten, die an Krebs erkrankt sind, sollen jede mögliche Hilfe erfahren, um selbst Kraft schöpfen zu können.“ Barbara Scheppmann fügte an, dass die Ausbildung zudem befähige, mit den Patienten und Angehörigen über deren Ängste zu sprechen und auf das Umfeld harmonisierend einzuwirken.

Die drei Fachkräfte verstärken nun das Team für onkologische Pflege in der „Häuslichen Krankenpflege Riedel & Klappstein“. „Unser Auftrag ist es, mit unserem Wissen und Können die Lebensqualität von Krebskranken zu verbessern. Diese fachliche Weiterbildung soll dazu beitragen“, resümierte Helma Riedel.

Diagnose „Krebs“

Pressemitteilung vom 14.9.2005

„Diagnose Krebs“. Wer von seinem Arzt diese Antwort erhält, für den stürzt eine Welt ein. Und die erste Frage lautet: Wie und wo bekomme ich Hilfe? Um diese Hilfe auch fachgerecht und direkt vor Ort zu Hause bei den betroffenen Patienten leisten zu können, haben sich eine Vielzahl niedersächsischer Pflegedienste zur Arbeitsgemeinschaft palliativ onkologisches Netzwerk e.V., kurz APON, zusammen geschlossen.

Horst Klappstein im Gespräch mit Dörte Miehe, Onkologische Pflegefachkraft

APON hat es sich zur Aufgabe gemacht, eine niedersachsenweite onkologische Fachpflege sicherzustellen und arbeitet mit den onkologischen Zentren in Hamburg, Hannover, Celle und Lüneburg zusammen. Im Landkreis Lüchow-Dannenberg hat sich die Häusliche Krankenpflege Riedel & Klappstein diesem Netzwerk angeschlossen. Um die von Krebs betroffenen Patienten besser versorgen zu können, wurden Mitarbeiter des Pflegedienstes speziell zu Pflegefachkräften in der Onkologie ausgebildet. Diese Ausbildung ist durch die europäische Vereinigung der Onkologie (European Oncology Nursing Society) anerkannt.

Sie ist in Deutschland einzigartig und genügt den in Europa geltenden Standards. Horst Klappstein: „Wir arbeiten mit den niedergelassenen Ärzten, mit den entsprechenden Fachärzten und den lokalen Krankenhäusern zusammen. Ziel ist es, für den betroffenen Patienten Krankenhausaufenthalte abzukürzen oder zu vermeiden und die notwendige Versorgung fachgerecht zu Hause leisten zu können.“

Die onkologischen Fachkräfte bei Riedel & Klappstein tun alles, um den Patienten und seine Angehörigen mit Würde und Respekt zu behandeln und ein Höchstmaß an Lebensqualität zu ermöglichen. Auch wenn keine Aussicht auf Heilung besteht und therapeutische Konzepte weitgehend ausgeschöpft sind. Die Fachkräfte betreuen Patienten vor und nach Chemotherapien. Neben pflegerischen Hilfen kann in enger Zusammenarbeit mit dem behandelnden Arzt z.B. eine optimale Schmerztherapie, eine Portversorgung oder eine Infusionstherapie zur künstlichen Ernährung durchgeführt werden.

Über den Zusammenschluss zum Verein „APON“ wollen die onkologischen Spezialpflegedienste die vorhandenen Versorgungskonzepte für an Krebs erkrankte Patienten weiterentwickeln und fördern. Dies vor allem darum, weil die Zahl der an Krebs erkrankten Patienten ständig zunimmt. So ging 1998 bereits jeder vierte Todesfall auf eine Tumorerkrankung zurück. Im Jahr 2000, dies ist die letzte Erhebung des Robert-Koch-Institus, erkrankten rund 200 000 Männer und 194 700 Frauen neu an Krebs.

Unter der kostenlosen Rufnummer 0800 100 66 06 erhalten Sie Auskunft über den onkologischen Spezialpflegedienst in Ihrer Nähe.

„Mehr als häusliche Krankenpflege“

Aus „Elbe-Jeetzel-Kiebitz“ vom 9.2.2005

mh. Dannenberg. Geschickt hilft die Pflegefachkraft ihrer Patientin, die Stützstrümpfe überzuziehen und richtet anschließend die verordneten Medikamente. Ein paar freundliche Worte noch und nach fünfzehn Minuten ist der Auftrag erledigt. Eine Hausärztin hat diesen täglichen Pflegeinsatz verordnet. Die ansonsten mobile Seniorin ist alleinstehend und freut sich auf den nächsten morgendlichen Besuch.

„Das Angebot der Pflegedienste ist vielfältig und beschränkt sich bei weitem nicht nur auf die Krankenpflege“, erklärt Helma Riedel vom Pflegedienst „Riedel & Klappstein“. So sei der „Hausnotruf“ eine gute Hilfe für Alleinstehende. Ein kleiner Sender begleitet sie auf Schritt und Tritt und gibt ihnen die Sicherheit, im Notfall per Knopfdruck den Pflegedienst zu erreichen.

Pflegedienstmitarbeiterin Susanne ist unter anderem für das „Essen auf Rädern“ zuständig. Regelmäßig beliefert sie ihre Kundinnen und Kunden mit warmem Essen oder Tiefkühlmenüs. „Sie haben die Wahl zwischen Vollkost, Diabetiker-Menüs, leichter, vegetarischer oder diätetischer Kost“, zählt Susanne auf. „Vor allem für Menschen, die nicht mehr täglich einkaufen können, ist ‚Essen auf Rädern’ eine preiswerte Alternative.“

Apropos Einkauf: Auch da kann Hilfe bei den Pflegediensten bestellt werden, erklärt Helma Riedel. Ebenso für hauswirtschaftliche Leistungen oder für Behördengänge. Achtzig Prozent der Seniorinnen und Senioren — so der kürzlich vorgestellte „Altenbericht“ der Bundesregierung — möchten in ihren eigenen vier Wänden leben. Die vielfältigen Angebote der Pflegedienste erleichtern diesen Wunsch nach einem selbst bestimmten Leben.

„Wir geben Wissen und Erfahrung weiter“

Aus „Elbe-Jeetzel-Kiebitz“ vom 12. 01. 2005

„Riedel & Klappstein“ schult und berät pflegende Angehörige

mh Dannenberg.
„Wir haben großen Respekt vor der Leistung pflegender Angehöriger“, lobt Helma Riedel die vielen Menschen, die zu Hause Patienten pflegen. „Nun können wir ihnen mit unserem Wissen und unserer Erfahrung weiterhelfen, ohne dass den Patienten Kosten entstehen.“ Denn acht Fachkräfte des Pflegedienstes „Riedel und Klappstein“ haben sich zu „Pflegeberaterinnen“ weitergebildet. Sie schulen und beraten pflegende Angehörige und rechnen diesen Service direkt mit den Pflegekassen ab. „Ein Anruf zur Terminvereinbarung genügt“, erklärt Helma Riedel das erfreulich unbürokratische Verfahren. Voraussetzung ist, dass der zu pflegende Angehörige in einer Pflegestufe ist.

Diana Piper hat bereits erste Erfahrungen als Pflegeberaterin gesammelt. Bei ihren Einsätzen konnte sie zeigen, wie Patienten gelagert werden, um Druckstellen zu vermeiden, und wie sie zu mehr Bewegung angeregt werden können. „Ich zeige die Handgriffe und erkläre, wie man den Pflegebedürftigen und sich selber dabei schont.“ Helma Riedel: „Die Mobilisierung ist aus gesundheitlichen Gründen wichtig. Und je besser sich der Patient bewegen kann, desto eher kann er auch am Familienleben teilnehmen.“

Gefragt werde auch nach den richtigen Pflegehilfsmitteln, weiß Diana Piper. „Wir überlegen gemeinsam, welche individuellen Hilfsmittel die Pflege erleichtern und ich kann auch darüber informieren, welche Kosten von den Pflegekassen übernommen werden.“ Das „Pflegehandbuch“ ist deshalb wichtiger Begleiter bei den bis zu zwei Stunden dauernden Schulungen. „Wenn nach dem ersten Termin noch Fragen offen bleiben, können wir einen Nachfolgetermin vereinbaren“, erklärt Diana Piper. Die Pflegekassen seien auch bereit, die Kosten für weitere Schulungen zu übernehmen, wenn zum Beispiel Patienten in eine neue Pflegestufe eingestuft werden, ergänzt Helma Riedel.

Ambulanter Pflegedienst erweitert sein Leistungsangebot

Pressemitteilung vom 17.9.2004

Nach einjähriger Fachweiterbildung und bestandener Prüfung ist Horst Klappstein nun Pflegefachkraft in der Onkologie. Weitere Mitarbeiter der Häuslichen Krankenpflege Riedel & Klappstein absolvieren diese Weiterbildung. Damit ist der Pflegedienst Riedel 8 Klappstein befähigt, onkologisch Patienten (an Krebs Erkrankte) und deren Angehörige durch geschultes Pflegepersonal in enger Zusammenarbeit mit Haus- und Fachärzten professionell zu Hause zu betreuen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei RiedeI & Klappstein
Häusliche Krankenpflege Mo - Fr. von 8 -16 Uhr unter 05861 - 8866

10 Jahre „Riedel & Klappstein“

Elbe-Jeetzel-Zeitung, 30.Juli 2001

Die freundliche Stimme von Gunhild Jansen ist vielen Menschen im Wendland vertraut. Sie am Telefon der Häuslichen Krankenpflege Riedel & Klappstein. „Der erste Kontakt zu Pflegebedürftigen und zu deren Angehörigen wird meist über das Telefon geknüpft." Seit einem Jahrzehnt wird das Dannenberger Unternehmen gerufen, wenn Krankenpflege in häuslicher Umgebung gebraucht wird.

Liebevolle Betreuung - fachgerechte Pflege: so lautet das Motto des Pflegedienstes. Vor gut zehn Jahren haben sich Helma Riedel, Krankenschwester, und Horst Klappstein, Krankenpfleger, als Team selbstständig gemacht und am 1. Juli 1991 die Zulassung durch die Krankenkassen erhalten. Seitdem knüpfen sie mit unternehmerischer Initiative und sozialem Engagement am Pflegenetz im Landkreis. Mehr als fünfzig Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind es inzwischen, die landkreisweit und bei Bedarf rund um die Uhr im Einsatz sind.

• Krankenpflege
• „Essen auf Rädern"
• 24-Stunden-Bereitschaft
• Notruf und
• hauswirtschaftliche Hilfe

sind Angebote, die vielen Bewohnern im Landkreis das Leben erleichtern. Auch Intensivkrankenpflege in der eigenen häuslichen Umgebung wird von einem fachlich qualifizierten Team angeboten: „Wir möchten pflegebedürftige und alte Menschen in die Lage versetzen, möglichst lange selbstständig zu sein", erklärt Helma Riedel das erfolgreiche unternehmerische Konzept. „Für jeden Patienten wird ein individueller Pflegeplan erarbeitet, in den das soziale Umfeld mit einbezogen wird."

Und jeder Patient wird von einer festen Pflegegruppe betreut. Planung, Organisation, Dokumentation, Verwaltung - die Fäden laufen im Dannenberger Büro zusammen. Für die Pflegeteams, die in der Umgebung von Lüchow und von Hitzacker arbeiten, wurden in den 90er Jahren Büros als Außenstellen eingerichtet. „So bleiben die Wege zu Patientinnen und Patienten kurz und die Sicherheit, Hilfe in nachbarschaftlicher Nähe zu haben, wird verstärkt", erläutert Horst Klappstein die Erweiterung des Betreuungsnetzes.

Intensivstation im eigenen Haus
Neue Richtung der ambulanten Pflege

Elbe Jeetzel Zeitung vom 7.5.2001

Esther Bahn ist vor zwei Jahren in ihrer Wohnung in Hitzacker kopfüber die Bodentreppe heruntergefallen. Die Folge: Querschnittslähmung vom ersten Nackenwirbel an. Sie kann nur ihren Kopf bewegen und fühlen, aber nicht atmen, ist ständig an eine Beatmungsmaschine angeschlossen, ein Plastikschlauch führt direkt durch ein Loch im Hals in die Luftröhre. Solche Patientinnen wie sie liegen üblicherweise auf Dauer auf den Intensivstationen der Krankenhäuser oder in speziellen Pflegeheimen.

Nicht so Esther Bahn. Die bald 70-Jährige lebt seit September vergangenen Jahres wieder in ihrem Haus - mit Tochter, Schwiegersohn und Enkelkindern. Sie hat teil an dem, was um sie herum passiert, wird im Rollstuhl durch Hitzacker geschoben, trifft Verwandte und Bekannte, bekommt Besuch, war auf dem NDR-Fest und hat vor wenigen Tagen auf der „Elbe-Star" auch eine Bootsfahrt auf der Elbe unternommen. Dieses Leben ist ein ganz anderes als das auf einer Intensivstation. Dabei wird Esther Bahn auch zu Hause intensivmedizinisch betreut. Tag und Nacht ist eine Krankenschwester oder ein -pfleger bei ihr, um sie zu pflegen und das Beatmungsgerät zu bedienen und zu überwachen.

Esther Bahn wollte nach vielen Monaten in Krankenhäusern nach Hause. Ihre Familie, die Lüchow-Dannenberger AOK und der Pflegedienst Riedel & Klappstein haben es möglich gemacht. Alle Beteiligten sind zufrieden und loben sich gegenseitig für die gute Zusammenarbeit. Intensivpflege zu Hause ist Neuland - das man aber angesichts der besseren Lebensqualität für Esther Bahn gerne betreten wollte. Man habe immer nur über „wie", nie über das „ob" diskutiert, sagt Jürgen Schulz von der AOK.

Betreuung rund um die Uhr. Nach der Akutversorgung in einem Krankenhaus in Berlin-Marzahn wird Esther Bahn auf der Rehastation des Krankenhauses Hamburg-Boberg während neun Monaten auf ihr Leben nach dem Krankenhaus vorbereitet. Essen und trinken werden eingeübt, Esther Bahn bekommt einen speziell für sie angefertigten Rollstuhl - „eine fahrende Intensivstation", sagt Horst Klappstein. Die Tochter lässt sich als Beamtin beurlauben und zieht mit ihrer Familie aus dem Saarland nach Hitzacker ins Haus der Mutter. Ein nah am Haus stehender Schuppen wird ausgebaut - für das Zimmer von Esther Bahn und das der Pflegekraft. Zum Haus wird eine ebenerdige Verbindung geschaffen. Die Kasse investiert rund 200 000 DM in die notwendigen Hilfsmittel. Zwei Beatmungsgeräte müssen vorhanden sein, falls eines mal ausfallen sollte, ein besonderes Pflegebett, zwei Rollstühle und vieles mehr. Der Pflegedienst Riedel & Klappstein stellt acht Krankenschwestern und -pfleger mit Erfahrung im Intensivbereich ein. Im Krankenhaus Boberg werden sie auf das spezielle Beatmungsgerät geschult, auch das bezahlt die AOK. In Boberg lernen sich Esther Bahn und ihr Betreuungsteam erstmals kennen, das sie fortan in drei Schichten rund - um die Uhr betreuen und pflegen wird. Und nach langem Suchen wird endlich auch ein Hausarzt gefunden.

Seit dem sie wieder zu Hause ist, hat sie viele Höhen und Tiefen erlebt. Zu den Höhen gehören der Kontakt mit den Enkelkindern, die mal eben vorbeigesaust kommen und ihrer Großmutter über die Wange streicheln, zu den Tiefen gehören „Durchhänger" und die schwere Lungenentzündung, die sie überstanden hat. Die ambulante Betreuung ermöglicht ihr ein trotz Abhängigkeit von der Beatmungsmaschine ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden. Ihr selbst geht es, sagt sie, „mal so, mal so", zur Zeit „ganz gut". Sie kann sich in Flüstersprache mit anderen unterhalten, will jetzt aber auch laut sprechen lernen. Weil sie so viele Menschen in ihrer Stadt kennt, wird ein geplanter Zwei- Stunden- Ausflug auch unversehens mal doppelt so lang. Die ambulante Versorgung bietet Esther Bahn - unter den gegebenen Umständen - ein Optimum an Lebensqualität. Und obwohl diese spezielle ambulante Versorgung hohe Kosten für die ärztliche und pflegerische Betreuung verursacht, ist sie unter dem Strich für die Kasse erheblich günstiger als der Aufenthalt in einer Klinik. Rund 100 000 DM kostet ein Monat im Krankenhaus Hamburg- Boberg, jetzt muss die AOK gerade mal die Hälfte bezahlen. Und der Pflegedienst erschließt sich durch die Intensivpflege ein neues Aufgabenfeld, kann sich spezialisieren und dadurch zusätzliche, qualifizierte Arbeitsplätze anbieten. Wo sonst, fragt Horst Klappstein, gibt es im Gesundheitswesen eine für alle Beteiligten akzeptable Lösung?